Das kulturelle Bangkok – Die Tempel

Wusstet ihr das es über 300 Tempel in Bangkok gibt? Bei einer solchen Auswahl fällt es sicher nicht leicht die Richtige Entscheidung zu treffen, welche Tempelanlagen besucht werden sollten. Wir haben euch, nur für Bangkok, ein paar wenige herausgepickt.

Ein paar Regeln zu Beginn. Wenn ihr in Thailand oder auch in anderen Ländern Asiens einen Tempel besuchen möchtet, gelten bestimmte Kleidungsvorschriften. So habt ihr eine Hose zu tragen, bei der die Knie bedeckt sind. Tanktop, Spagetti-träger oder sonstige schulterfreie Mode ist nicht gestattet. Also plant euren Aufenthalt etwas im Voraus, dann geht es am Eingang auch schneller. Ansonsten kann es sein das ihr, euch Kleidung leihen müsst oder gar nicht rein kommt. Etwas merkwürdig für uns Europäer ist das Ablegen der Schuhe bevor ein Raum betreten wird. Klar, wenn wir zu Freunden gehen ziehen wir auch die Schuhe aus, aber nicht in öffentlichen Räumen. In den Tempelanlagen ist es aber ein Zeichen von Respekt. Also runter mit den Schlappen.

 

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Vier der wichtigsten Tempel in Bangkok

Grand Palace und der Wat Phra Kaeo

Der ehemalige Königssitz ist eines der Wahrzeichen von Bangkok und sollte auf keiner Musst-See-Liste fehlen. Uns hat das viele Gold, des gewaltige Farbspektrum und die filigranen Arbeiten fast erschlagen. Jede kleine Ecke bringt etwas neues zum Vorschein. Die Symbolik der vielen Statuen und Wandgemälden ist den Westlichen sehr ähnlich. Eine durchgängige Demonstration von Macht und Wohlstand. Allerdings erdrückt einen der thailändische Stil nicht so sehr, wie viele Schlösser oder Paläste in Europa. Warum das so ist liegt ganz klar auf der Hand. Die große Anzahl der kleinen schmuckhaften Einzelgebäude ergeben erst den gesamten Palast. Diese Art der Architektur bringt das ganzjährig gute Wetter mit sich. Ist es permanent warum und sonnig ist, braucht auch ein Kaiser oder König keine hohen dicke Mauern, in denen er sich gegen die Kälte schützen muss.

 

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In der Mitte des Gesamtareals befindet sich der heilige Tempel. So ist das Glaubenszentrum von überall schnell erreichbar. Der Wat Phra Si Rattana Satsadaram, oder kurz Wat Phra Kaeo. Der dort anzutreffende Emerald Buddha ist eine der Sehenswürdigkeiten in Bangkok. Die Thais glauben das dieser Buddha besonders viel Glück bringt und Wünsche erfüllt, weshalb er nicht nur von Touris gut besucht wird. Wir haben uns etwas unsicher um nicht zu stören an den Rand gestellt und versucht ihnen den nötigen Freiraum zum beten gegeben.

 

 

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Eintrittspreis: 500 THB pro Person

geschätzte Aufenthaltsdauer: 2 - 3 Stunden

 

Wat Pho - Der liegende Buddha

Keine 500 Meter vom Grand Palace entfernt, befindet sich ein weitere wichtiger Tempel in Bangkok City. Der Wat Pho. An sich ist die Anlage nicht ganz so imposant dafür bietet sie euch eine Besonderheit – den liegenden Buddha. Wie liegend, die Statuen sitzen doch?! Richtig, wir kennen Buddha eigentlich nur sitzend, hier in Thailand gibt es aber auch zahlreiche liegende, oder stehende Statuen. Der im Wat Pho verehrte Buddha ist sagenhafte 46m lang und unglaubliche 15m hoch. Ein wirklich beeindruckender Anblick während man um ihn herum läuft. Natürlich ist auch dieses Heiligenbild komplett vergoldet und strahlt einem bereits aus den vielen Türen und Fenstern des Gebäudes, von außen entgegen.

 

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Seine Füße sind mit 108 Perlmutt-Perlen versehen, die als Symbol für die glücksverheißenden Zeichen Buddhas gelten.

 

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Einzigartig sind auch die 99 sogenannten Chedis. Diese große Anzahl der spitzen Türmchen, werden ihr in ganz Thailand nicht mehr finden und machen den Wat Pho Tempel in Bangkok damit noch sehenswerter.

 

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Der Wat Pho ist aber nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch der Lehre. Das Weltkulturerbe kann als offene Universität bezeichnet werden. König Rama III lies zwischen 1831 – 1840 etliche Wandgemälde und -inschriften aus dem ganzen Land zusammen tragen, um diese für jedermann zur Verfügung zustellen. So findet ihr hier Abhandlungen der traditionellen Heilkünste, Thai-Massagen, Kräuterkunde, Geschichte und vieles mehr. Aus diesem Grund muss dieser Tempel in Bangkok auf jeden Fall auf eure To-Do-Liste!

 

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Eintritt : 200 THB (im Preis ist eine Falsche Wasser enthalten die gegenüber des Tempels abgeholt werden kann)

geschätzte Aufenthaltsdauer: 2 - 3 Stunden

 

Wat Arun – Der Tempel der Morgenröte

Auf der gegenüberliegenden Flussseite des Chao Phraya liegt der Wat Arun. Ihr gelangt ganz unkompliziert mit der Fähre für gerade einmal 3Baht pro Person an den Tempel.

 

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Diesen solltet ihr euch am besten während des Sonnenuntergang ansehen, auch wenn er Tempel der Morgenröte genannt wird. Das aus über einer Millionen Teilen bestehende chinesische Porzellan Mosaik strahlt mit der auf- und abgehenden Sonne besonders eindrucksvoll. Als wir uns diesen Tempel in Bangkok besuchen wollten, wurden gerade aufwendige Renovierungsarbeiten durchgeführt und die gesamte Anlage war leider mit Baugerüst verkleidet. Deshalb haben wir uns diese 100 Baht Eintritt gespart und sind lediglich auf der Insel herumspaziert. Wir haben uns jedoch sagen lassen, dass eine Bootsfahrt entlang des Chao Phraya mit Blick auf die Wat Arun Insel ebenfalls sehr beeindruckend sein soll.

 

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Eintrittspreis: 100 THB pro Person

geschätzte Aufenthaltszeit: 1 - 2 Stunden

 

Wat Saket – Der Tempel des goldenen Berges

Dies ist einer der ältesten Tempel in Bangkok und sollte nicht nur deshalb schon einen Besuch wert sein. Der goldene Chedi steht auf einem 80 Meter hohen künstlich geschaffenen Berg. Ihr gelangt über 318 Stufen hinauf zum Plateau. Einmal im Jahr, in der Mitte des zwölften Mondmonats (Nov) wird der goldene Chedi geöffnet. In seinem inneren liegen Reliquien Buddhas und tausende Gläubige pilgern in dieser Zeit auf den Tempel, um zu beten und ihre Ehrerbietung darzubringen. Rund um den Wat wird eine Art Straßenfest veranstaltet, damit die Pilger unterhalten werden. Wat Saket heißt übersetzt „Tempel der Reinigung des königlichen Haupthaares“.

Eintrittspreis: kostenlos

geschätzte Aufenthaltszeit: 1 - 2 Stunden

 

Ein bisschen Tempellehre

So das waren jetzt mal vier der wie gesagt über 300 Tempel in Bangkok. Alle aufzuzählen und ihre Besonderheiten näher zubringen würden zum einen irgendwann langweilig werden und zum anderen auch Zeitintensive Besuche voraussetzen. Daher wollen wir euch noch ein bisschen über die kleinen feinen Unterschiede der Tempelanlagen erzählen.

In Thailand wird insgesamt in drei Haupttempelarten unterschieden. Die königlichen Tempel, die Wat Rats und Samnak Song.

 

1. Die königlichen Tempel

Die königlichen Tempelanlagen sind leider sehr komplex und werden daher in drei weitere Klassen je nach Verwandtschaftsgrad zum König unterteilt

Tempel 1. Klasse

Wurden vom König erbaut bzw. renoviert. Wobei dies nicht von außen zu erkennen ist. Wichtigstes Merkmal ist ein Chedi, welches eine buddhistischen Reliquie enthält. Diese Tempel sind meist über 100 Jahre alt.

Tempel 2. Klasse

Sind Bauwerke von Kindern des Königs oder Adeligen, denen ein Königstitel verliehen wurde. So zum Beispiel der Wat Saket.

Tempel 3. Klasse

Wurde die Tempelanlage von einem entfernten Verwandten des Königs oder einem Adeligen erbaut, so wird hier von der dritten Klasse gesprochen.

 

2. Wat Rats

Hierbei handelt es sich um die bürgerlichen oder „gewöhnlichen“ Tempel Thailands. Kein Adeliger oder blaublütiger war an diesen Bauten beteiligt. Heute leben in diesen Anlagen meist kaum mehr als 12 Mönche.

 

3. Samnak Song

Diese Wats unterscheiden sich von den anderen Klassifikationen deutlich, denn ihr werdet kein Ubosot finden. Ubosot ist der Raum in dem die Mönche ihre heiligen Zeremonien abhalten. Genauer betrachtet sind Samnak Song´s demnach eigentlich keine Tempelanlagen sonder eher spirituelle religiöse Zentren des Glaubens.

 

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Der Wunsch eines jeden Buddhisten Thailands ist es, einen Tempel zu erbauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob alleine oder in der Gemeinschaft. Die Könige von Ayutthaya halfen mit ihrem persönlichen Besitz, einst solchen Glaubensgemeinschaften sich diese Ehrerbietung zu ermöglichen. Auch heute ist dieses Streben noch durchaus vorhanden, allerdings zeigt sich das eher in der Unterstützung von Tempelanlagen durch Gläubige. Sie bringen den Mönchen täglich Reis und allerhand andere Zutaten in die Almosenschalen und stellen ihnen so ihr täglich Brot zur Verfügung. Des Weiteren spenden sie je nach Möglichkeiten für den Erhalt der Wats.

Auch als nicht Buddhisten haben wir für die Tempel in Bangkok ein paar Baht zurück gelassen. Da uns diese Art und Weise des Lebens der Mönche und Gläubigen irgendwie bewegt hat. Es treffend in Worte zu fassen, ist vermutlich als Außenstehender gar nicht möglich. Daher solltet ihr euch die Tempel in Bangkok auf jeden Fall nicht entgehen lassen und selbst ein bisschen in die spirituelle Welt des Buddhismus eintauchen.

So nun ein paar Fragen an euch:

Wie spiegelt sich euer religiöser Hintergrund im Alltag wieder? Spendet auch ihr regelmäßig für einen Kirche oder vielleicht sogar für einen Tempel in eurer Stadt? Welche Wats habt ihr denn schon besucht und was hat euch dabei so beeindruckt? Haben wir eure Highlights oben aufgeführt? Du siehst Fragen über Frage die uns brennend interessieren ! Verratet es uns in Kommentaren.

be different – be yourself

Pia & Cris

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