Stress vor der Abreise – oder hey warum nicht gleich so?!

Wir sitzen im Moment von früh bis spät vor unserem Laptop. Gut dieser Umstand an sich, ist jetzt nichts Besonderes – und mit Sicherheit keinen Blogpost wert. Aber statt die neuesten Artikel zum Thema Abreise oder etwaige Reisebericht für dich nieder zu schreiben, kämpfen wir mit etlichem bürokratischem Irrsinn vor so einem Langzeit-Trip.

Immer locker bleiben

Ja das ist meistens unser Motto. Wenn viele schon vom Untergang der Welt predigen, haben wir noch lange nicht den Glauben daran verloren, irgendwie an unser Ziel zukommen. Wenn auch manchmal über Umwege. Aber auch wir müssen uns eingestehen, dass wir uns in den letzten Wochen vielleicht etwas zu oft von vagen Versprechungen und Aussagen am Telefon haben hin halten lassen. Nun stehen wir 3 Wochen vor unserem Abflug nach Bangkok und die große Telefonzentrale in unserem Wohnzimmer wurde eröffnet.

 

Du musst nerven und zwar überall!

„Wo ein Wille, da ein Weg“ – sicher kennst du diesen platten Spruch. Aber ganz wichtig, er gilt! Und zwar für beide Seiten.

1. Versicherungen

Wenn dir die Versicherung bereits 10x ausgeschlagen hat, deine medizinische Versorgung im Ausland zu übernehmen, dann ruf noch ein weiteres Mal an. Irgendwann hast du keinen gelangweilten Sachbearbeiter am Telefon, sondern jemanden der sich für dich einsetzt und Schwupp – auf einmal funktioniert es doch.

Sei hartnäckig und bestimmt, aber stets ultra freundlich (auch wenn du am liebsten mit sämtlichen Schimpfwörtern um dich schmeißen möchtest).
Seit geschlagenen 10Monaten telefonieren wir mit allen erdenklichen Krankenversicherungen. Egal ob gesetzlich oder privater Zusatz, keine will Cris´s Rheuma Infusionen alle 12 Wochen im Ausland übernehmen. Nichts, Niente, Nada….

Wir hatten noch nicht einmal ausgesprochen, wurden wir schon abgewimmelt. Der Satz: „leider können wir ihnen eine Kostenübernahme nur im europäischen Ausland anbieten“, konnten wir schon nicht mehr hören. Erst jetzt da wir sie kurz vor der Abreise mit ihren eigenen Waffen schlagen wollten, räumten sie urplötzlich eine Lösung ein. In dem wir uns einfach eine französische Insel, auf halben Weg zwischen Australien und den Fijis für die notwendige Behandlung gesucht hatten, konnten wir diesem Irrsinn ein Ende setzten. Und siehe da, wie ein Wunder können auf einmal die Medikamente auch nach Singapur oder Bangkok geschickt werden. Lediglich die Arztkosten vor Ort von ca.100€-200€ müssten wir selber tragen…

Also bitte – warum nicht gleich so!

 

2. Verträge

Oh was haben wir mit O2 gestritten in den letzten Monaten. Unser Anbieter Base wurde einfach vom Mutterkonzern Telefonica geschluckt und das Ganze endete in einem ausgewachsenen Chaos. Unsere fristgerechten Kündigungen waren verschwunden, jeder erzählte uns etwas anderes oder pampte uns einfach mal schön, auf´s gerade wohl von der Seite an. Ja die Gesprächsführung war so richtig schön ungemütlich und angespannt. Aber wir haben erneut angerufen. Wieder und Wieder.

Unsere Bedingungen – Rufnummer behalten und am besten auf Prepaid wechseln, oder maximal 7€ im Monat. (Dieses Budget hatten wir grob für eine Prepaid Karte überschlagen)
O2 hatte keine Lösung parat.
Ständig sollten wir uns für 100€ pro Person raus kaufen, alternativ sämtliche Bedingungen inkl.Rufnummer bis zur Rückkehr still legen, oder den Vertrag noch 1Jahr für jeweils 30€/Monat einfach weiter laufen lassen. Ja ne is klar!!!

Aber welch Wunder beim gefühlten 35.Anruf und unaufhörlichem Gerede von unserer nahenden Abreise, gab es erneut eine überraschende Wendung. Vertragsumstellung von 29€ auf 7,5€ im Monat inklusive ewig viel SchnickSchnack. Das ganze ohne Zusatzkosten und ab nächsten Jahr jeden Monat kündbar.

Taadaa geht doch! Warum nicht gleich so!

 

Stress vor der Abreise - Chaos

 

Visa ist nicht gleich Visa

Hmm.... ok das haben wir selbst etwas verbockt und sind an diesem Quäntchen Stress nun selber schuld. Wir hatten grob im Hinterkopf für unsere erste Reisestrecke – Thailand, Malaysia, Indonesien kein Visa zu benötigen. Zumindest nicht bei einem Aufenthalt unter 60 Tage.

Tjaaaa stimmt so nicht ganz. Visafreie Einreise bis 30Tage ja, alles darüber hinaus = nein. Jedes Land hat seine eigenen Einreisebestimmungen und hierbei galt es unser Wissen schleunigst auf Vordermann zu bringen!
Also kommt zu den unzähligen Telefonaten nun auch der nette Plausch mit sämtlichen Botschaften dazu. Für einige müssen wir persönlich in München vorsprechen, andere bieten einen online Service an. Thailand hätte gern unsere Original Reisepässe in Berlin, ja jetzt so kurz vor der Abreise wird das ziemlich knapp.

Nun gehen wir das ganze doch etwas strukturierter an.
Damit können wir uns auch selbst fragen – hey warum nicht gleich so ?!

 

Impfungen – das leidige Thema kurz vor der Abreise

Es ist einfach nötig. Egal ob du Fan oder Phobiker bist. Einige Pickser sind nun mal Pflicht und wirst du schon überleben.
Zu diesem Pflichtprogramm für Asien gehört natürlich Gelbfieber. Dazu gesellen sich auch gerne, je nach Reiseländern: Cholera, japanische Enzyphollytis, Tollwut uva.

Auch hierbei müssen wir uns leider erneut an die eigene Nase fassen. Vergebens hatten wir nun 2Jahre unsere Impfpässe gesucht. Während des doppelten Umzugschaos waren sie so tief verschlupft, dass sie wirklich nur durch reinen Zufall gefunden wurden. Und wie es das Schicksal so will, gibt es aktuell auch so einiges auf zu frischen - NATÜRLICH. Unmittelbar vor der Abreise verwandeln wir uns noch schnell in ein gut benutztes Nadelkissen und bekommen fast täglich frischen Stoff.
Brav aus unseren Fehlern lernend, haben die Impfpässe nun einen festen Platz und schlummern zusätzlich in digitaler Form auf dem Laptop.

Daher rügen wir uns auch hier noch einmal selbst mit einem kräftigen – warum nicht gleich so?!

 

Locker bleiben ja – Locker lassen nein!

Auch wenn wir manches etwas strukturierter hätten angehen können, sind wir trotz leichtem Stress im Moment auf einem ganz guten Kurs. Es ist unser erster Langzeittrip und da gehören einfach Fehler dazu. Jetzt mit diesen Erfahrungen sind wir um einiges schlauer und können in Zukunft diese Hektik, so kurz vor der Abreise umgehen.
Es nützt jedoch trotz allem nichts, sich wegen jeder Kleinigkeit verrückt zu machen. Irgendwie kommst du immer weiter und wenn du schön hartnäckig bist auch genau zu deinen Konditionen.

Wir fiebern täglich auf den lang ersehnten großen Tag der Abreise hin und können es kaum erwarten! Sämtliche offenen Baustellen ergeben sich gerade von alleine und Alles läuft genau in den richtigen Bahnen.
Unser Schicksal schreit endlich wieder ganz laut: „ Ja ihr seid auf dem richtigen Weg“ und das beruhigt uns ungemein. Daher können wir bei der kleinen Portion Stress im Moment auch ganz entspannt sagen : LOCKER BLEIBEN !!!

 

Stress vor der Abreise - Baustelle

 

Welche Probleme traten vor deinem ersten Langzeittrip auf und wie hast du sie gelöst. Gibt’s von deiner Seite aus Tipps die wir unbedingt noch beachten sollten. Dann ab damit in die Kommentare! Wir sind gerade richtig im Lern-Flow und sind gespannt auf deine Lektion.

be different – be yourself
Pia & Cris

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2 thoughts on “Stress vor der Abreise – oder hey warum nicht gleich so?!

    1. Hi Eva,

      schön von dir zu hören. Ja das stimmt, Hartnäckig sein lohnt sich allemals. Welche Probleme konntest du denn mit deiner Schwester auf diese Weise lösen?

      Liebe Grüße
      Pia & Cris

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