Der ultimative Rucksacktest für´s Handgepäck

Ja aktuell dreht sich bei uns alles rund um das Thema Handgepäck. Sicher ist auch dir das schon aufgefallen. Wir haben zwar mal kurz verlauten lassen, welche Backpacks unser Hab und Gut, von jetzt an durch die Welt tragen, aber wir haben dir nie erzält warum sie uns absolut überzeugt haben.

Daher gibt es jetzt für dich unseren Rucksacktest für Handgepäck – Reisen.

 

Was meinst du? Gibt es einen klaren Sieger?

 

Recherche war angesagt

Ja da standen wir, hatten beschlossen uns ab sofort selbst auf die Probe zu stellen und wollten nur noch mit Handgepäck reisen. Egal ob ein verlängertes Wochenende, die 14 Tage Sommerreise oder unsere anstehende Open-End Trip. Der minimalistische Lifestyle einiger Blogger hatte uns absolut fasziniert. Ihr Leben auf nur ca. 45L beschränkt. So frei – so ungebunden.

 

Klar finden sich im Internet Unmengen an Tutorials und Erfahrungsberichte zu sämtlichen Rucksäcken die in Frage kamen, aber nur die wenigsten erfüllten alle unsere Kriterien.

 

Unsere 7 Punkte des Rucksacktest für Handgepäck-Reisen

 

  1. Stabiler Rücken
  2. Verstellbare Schultergurte
  3. Gut sitzende Hüftflossen
  4. Komprimierlaschen außen
  5. Sicherheitsvorkehrungen vor Diebstahl
  6. Gute Strukturierung des Innenlebens
  7. Ausreichendes Packvolumen
  8. Design

 

Auch wenn Design an letzter Stelle steht, haben auch wir uns ungemein davon beeinflussen lassen. So war uns schnell klar, dass typische Trekking-Rucksäcke und Toploader so gar nicht unserer Vorstellung entsprechen. Dementsprechend haben sie es nicht bis zu unserem Rucksacktest geschafft. Stundenlanges googlen war angesagt, bis wir auf den Begriff „Kofferrucksack“ stießen, der einige interessante Modelle zum Vorschein brachte.

 

Osprey Farpoint 40    

Der aktuelle Trendsetter in Sachen Handgepäck – Reisen. Osprey hat dieses kleine Rucksackwunder perfekt auf gängige Flugzeug – Handgepäckvorschriften entwickelt und kam vor 5 Monaten mit neuem Design auf dem Markt. Cooles Facelift und peppigere Farben (schwarz – rot – turkis)  bieten dir einen modernen Begleiter für jede Gelegenheit. Ein paar unnötige Details wie die Flaschenhalterungen die im vollgepackten Zustand leider nicht genutzt werden können, sind zwar immer noch dabei, aber darüber kann man weg sehen.

Super verstärkter Rücken, verstellbare Träger und ein Rahmen aus leichtem Metall, bieten einen top Tragekomfort. Zudem fährt er mit den besten Hüftflossen, aller Rucksacktest – Modelle auf.

 

Rucksacktest - Osprey Farpoint

 

Zusätzlich sortiert er dein Kleinkram im Frontfach – Laptop, Kindle, Visitenkarten, Block und Stift haben ihren festen Platz und fliegen nicht in der Gegend rum. Viele nützliche Details wie eine Signalpfeife und gut durch dachte Fächern sind beim Osprey Standard-Programm. Im großen Hauptfach finden sich zusätzlich zwei Packriemen, die deine Sachen ordnen sollen.  Ja ganz gut gemeint, aber bei der Verwendung von Pack-It Cubes überflüssig oder?

 

Rucksacktest - Farpoint Collage

 

Solltest du den Rucksack doch einmal am Gepäckschalter abgeben, lässt er sich mit Hilfe eines kleinen Schlosses ganz easy abschließen und die Träger mit einem Reisverschluss-System verstecken. Kein lästiges Folienwickeln mehr.

Ein großes Plus des Osprey Farpoint 40 – der mitgelieferte Tragegurt, lässt ihn schnell zu einer Weekender-Umhängetasche umbauen!

Leider sind unsere Bilder vom Innenleben nicht geworden , aber hier findes du mehr      

                                                                                                 >> Osprey Farpoint 40 <<

 

Eckdaten:      Maße :(cm) 54 (l) x 35 (w) x 37 (d)

                    Gewicht : 1,44Kg

                    Varianten: 40L, 55L, 70L, 80L

                    Preis : ab 120€

 

 

Osprey Porter 46       

Trotz neuem Design und geilen Farben(schwarz, rot grün), haben die wenigsten Handgepäck Reisenden den Osprey Porter 46 auf dem Schirm und das wundert uns wirklich sehr. Mit seinen 46L ist er das reinste Raumwunder!!!  Gerade mal 1cm größer als die Flugzeug-Handgepäckmaße, bietet er dir Unmengen an Stauraum. Das coole – der Zentimeter fällt niemanden auf. Sollte es eine Airline doch mal ganz genau nehmen ( Ryanair etc.), besteht trotz stabiler Rahmenkonstruktion die Möglichkeit des Quetschen und Pressen ^^

 

Rucksacktest - Porter Frontfach

 

Auch hier bietet Osprey einen super Komfort an Rückenstabilität und Trägerfunktion. Allerdings sind die Hüftflossen leider etwas kleiner als beim Farpoint 40. Du benötigst wirklich eine gute Grundeinstellung des Rucksacks um die spätere Belastung von den Schultern zu nehmen. Aber auch ganz ohne Hüftgut trägt er sich im gepackten Zustand, ganz angenehm auf kurze Distanzen.

Der große Vorteil gegenüber dem Farpoint und allen anderen Modellen im Rucksacktest sind die verstärkten Seitenwände. Sie vereinfachen das packen ungemein und bieten all deinem Krempel zusätzlichen Schutz! Die Strukturierung im Frontfach ist ähnlich dem kleineren Bruder aufgebaut, allerdings finden wir es etwas ansprechender gelöst als beim Farpoint. Keine Ahnung warum, ist wohl Geschmackssache.

 

Rucksacktest - Porter stabile Seitenwände

 

Packriemen sind zwar keine vorhanden, dafür warten zwei kleine Seiten-Netztaschen im Hauptfach die Kabel oder Laptop-Zubehör locker verstauen.  Ansonsten sollte deine Kleidung während der Reise im Pack-It Cube verstaut werden, damit nicht alles rumfliegt. Die Komprimierungsgurte der Außenseite sind die Besten der Rucksacktest - Reihe und schnüren dein Hab & Gut sicher und fest zusammen. Wie bei Osprey üblich lassen sich alle Reißverschlüsse durch ein Schloss sichern (wird nicht mitgeiefert).

Ein Tragegurt wird beim Porter leider nicht mitgeliefert, aber die benötigten Ösen sind am Rucksack vorhanden. Solltest du also einen Gurt rumfliegen haben (oder du bestellst ihn dir auf der Homepage), lässt er sich ebenfalls zum Weekender umbauen.

Für noch mehr Infos und Bilder schau mal hier vorbei                            

                                                                                 >> Osprey Porter 46L <<

 

Eckdaten:    Maße: (cm) 56 (l) x 36 (w) x 24 (d)

                  Gewic : 1,09Kg

                  Varianten: 46L & 65L

                  Preis: ab 120€

 

 

Pacsafe Venturesafe 45L GII    

Das Hightech-Wunder im Rucksacktest bietet dir eine ganze Menge. Ein hammermäßiges Sicherheitskonzept mit echt lässigem Design.

Die Reisverschlüsse lassen sich alle durch eine extrem stabile Vorrichtung verriegeln. Zusätzlich kannst dein Gepäck durch das mitgelieferte Stahlseil irgendwo anketten und in der Sicherheitsvorrichtung integrieren. Super wenn du an Flughäfen oder in Großschlafsälen im Hostel pennst. Leider wird das dafür benötigte kleine Schloss nicht mitgeliefert, aber das sollte ja kein Problem darstellen. Zusätzlich werben die Hersteller mit undurchstechbaren Reißverschlüssen, was immer eine gute Sache ist.

 

Rucksacktest - Pacsafe Sicherheit

 

Die Rückenstabilität gleicht den beiden Vorgängern und bietet ein ebenso gutes Trägersystem. Allerdings kann selbst der Pacsafe mit seinen Hüftflossen dem Farpoint nicht das Wasser reichen.

Auch sonst lässt das Design keinen Platz für unnötigen Schnickschnack. Klare Struktur und aktuell leider nur noch 2 Farben. Kaki-yellow und navyblue-neongelb. Bis vor ein paar Monaten gab es ihn noch in stormgrey. Es wäre unser absoluter Designfavorit gewesen, aber schwupps waren die letzten Bestände weg und weltweit gibt es ihn nicht mehr zu kaufen. Werden wohl auch nicht mehr nach produziert. Wirklich schade….

 

Rucksacktest - Pacsafe 45GII

 

Packriemen sind beim Pacsafe im Hauptfach vorhanden, aber irgendwie freunden wir uns damit nicht an. Besonders fest oder stabil wirken sie hier überhaupt nicht und hätten damit auch gleich eingespart werden können. Ansonsten gibt es keine großartige Rucksack-Strukturierung. Ein Hauptfach inkl. Netzeinlage und ein Frontfach das leider sehr wenig Schutz für Laptop und ähnliches aufweist. Alles rutscht ein bisschen unsicher in der Gegend rum. Kein Vergleich zu den anderen drei Rucksäcken die für jedes Detail eine extra Tasche, Schlaufe oder Schnalle besitzen. Bisschen mehr Schnickschnack wär hier nicht schlecht gewesen. Aber auch dies ist wieder einmal Geschmackssache.

 

Rucksacktest - Pacsafe Frontfach

Sind die Träger in der Rückenverstärkung versteckt, lässt er sich auch locker als Kleinkoffer durch die Gegend tragen. Allerding suchst du her vergeblich nach Ösen für einen Schultergurt.

Hat er dich überzeigt? Hier findest du Infos, Bilder und natürlich den Rucksack        

                                                                                                 >> Pacsafe Venturesafe 45L GII <<

 Eckdaten:    Maße: (cm) 56 (l) x 35,5(w) x 23 (d)

                   Gewicht: 1,5Kg

                   Varianten: 45L , 55L, 65L (+15L Daily-Bag)

                   Preis:  ab 220€

 

 

 

Minaal

Der Trendsetter von digitalen Nomaden für digitale Nomaden. Jimmy & Doug haben dieses optische Prachtstück während ihrer eigenen Reise um die Welt entwickelt. Als Start-Up Unternehmen wollten sie einen Rucksack entwerfen, der Design und Funktionalität vereint. Ähnlich dem Pacsafe besticht er ohne großen Schnickschnack am Außendesign, doch mit deutlich mehr Kleinfächern innerhalb des Rucksacks. So toll er vom Aussehen auch ist, fehlt ihm leider die Rahmenverstärkung und Hüftflossen.  Eigentlich essentielle Dinge für einen Reiserucksack. Bei extrem leichten Gepäck von 4-5Kg mag das rückentechnisch ausreichend sein, aber alles darüber ist eine enorme Belastung!

 

 

Wie bei allen anderen lassen sich auch hier die Schultergurte unkompliziert verstauen,  und der zusätzlich erwerbbare Schultergurt ermöglicht das Weekender-Prinzip. Vor kurzem erschien auch hier die 2.Auflage des Minaal, sowie eine kleinere Daily Version. Aber leider wurden die bereits angesprochenen Defizite nicht behoben. Dieser kleine Modechampion stellt deinen Minimalismus wirklich auf die Probe. Mit 35L musst du genau wissen, was du für deine Reise brauchst.  

Das Hauptaugenmerk ist definitiv auf die Arbeit unterwegs gelegt, so verstaut der Minaal als Einziger deinen wertvollen Laptop im Stabilen Rückenfach und nicht in der Front-Knautschzone.  

Auch wenn der ursprüngliche Gedanke der Reise galt, ist dieses Modell im Rucksacktest wohl eher ein Außenseiter. Im Stadtalltag als Büro-oder Sportbegleiter sicher ganz schön, aber bislang keine Konkurrenz zu den großen Firmen. Aber wer weiß, was noch wird. Bei einem können die Jungs sich aber bereits jetzt sicher sein – ihr Designgeschmack und Marketing-Auftritt ist der absolute Hammer. Wir sind echt gespannt was da noch kommt.

Den Minaal gibt es bislang noch nicht offiziell in Läden zu kaufen. Aber hier erwirbst du ihn       

                                                                                                       >> Minaal <<

Eckdaten:  (cm) 55 (l) x 35 (w) x 20 (d)

                    Gewicht : 1,44Kg

                    Varianten: 35L (+ Daily Bag 21L)

                    Preis : aktuell 279€

 

 

Fazit des Rucksacktest

Vier tolle Modelle die alle ihre eigenen Vorteile haben,da fiel die Wahl wirklich nicht leicht. Zuerst musste sich leider der Minaal aus der engeren Wahl verabschieden, da tolles Design zwar top, aber eben nicht alles ist.

Die verbleibenden drei Osprey Farpoint 40 , Osprey Porter 46 und der Pacsafe Venturesafe 45GII wurden schließlich bestellt und ausgiebig getestet. Jeder wurde dabei bis 12Kg vollgeladen und dann ging es ab in die Weinberge vor der Haustür. Fazit nach jeweils 1,5h laufen. Sie sind alle drei super!

Von den technischen Gegebenheiten erfüllen sie alle wichtigen Kriterien und bieten ein angenehmes Tragegefühl. Selbst bei 12Kg.

Jeder hat ein paar Vorteile und Extradetails, aber gleichzeitig auch immer mal den einen oder anderen Nachteil gegenüber den restlichen Rucksacktest – Modelle im Finale.  Letztendlich wurden die Rucksäcke am den Punkten – Design, Packvolumen und Sicherheit entschieden. 

 

So wurden es am Ende

    Pacsafe Venturesafe 45l GII   & Osprey Porter 46

 

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Diese zwei Prachtstücke haben uns rundum überzeugt und bis jetzt auch noch keinen Anlass gegeben diese Wahl zu bereuen! Wir sind gespannt wohin wir sie überall mitnehmen werden.

 

Gemeinsam - ein Team

 

So wir hoffen, dir mit unserem Rucksacktest helfen zu können, dich im großen Wirr-Warr der Angebote zu Recht zu finden. Hast du bereits einen klaren Favoriten?

 

Bist du auch ausschließlich mit Handgepäck unterwegs und nutzt ein ganz anderes Modell?  

Teil dein Wissen mit uns und Anderen. So überzeugen wir noch mehr vom minimalistischen reisen.

Du willst wissen, was wir alles in unserem Rucksack unterbringen? Melde dich noch heute für unseren Newsletter an und erhalte die Packlisten Sommer & Winter für Zwei gratis als Download!

 

Neu hier- spring rein 1

be different - be yourself

Pia & Cris

6 thoughts on “Der ultimative Rucksacktest für´s Handgepäck

  1. Hey hey 🙂

    seid ihr immernoch zufrieden mit den Rücksäcken und welchen würdet ihr für Frauen empfehlen? 😉

    Liebe Grüße

    Maxi

    1. Hallo Maxi,
      ja wir sind mit den Rucksäcken immer noch absolut zufrieden!
      Allerdings haben wir festgestellt, dass der Osprey Porter 46 etwas besser strukturiert ist, wenn es um das Thema „Kleinkram“ geht.
      Daher würden wir aus unserer Sicht für Frauen wohl den Porter empfehlen.
      Es gibt mittlerweile auch eine App die dir genau sagt welche Größe du dabei wählen solltest. S/M oder M/L

      Liebe Grüße und viel Spaß unterwegs!
      Pia & Cris

  2. Hallo,

    erstmal danke für den coolen Beitrag von Euch. Das hat mir bei meiner Auswahl schon echt viel weitergeholfen.
    Allerdings würde ich von Euch beiden nun gerne wissen, welchen der beiden ihr tatsächlich (nach Euren Praxistests und Reisen) im direkten Vergleich besser findet und warum. Unabhängig vom Geschlecht und ob man mehr Krimskrams hat 🙂

    Ich (weiblich) bin mir immer noch nicht sicher, wechen der beiden ich mir zulegen soll. Der Osprey kommt mir etwas „bullig“ vor. Aber er ist halt auch günstiger. ^^

    Lg,

    Chrissi

    1. Hallo Chrissi,

      definitv den Osprey Porter. Die Stabilität der Seitenwände ist extrem super zum packen. Cris beschwert sich immer, das der PackSafe so „wabbeling“ ist :). Zudem ist der Porter auch um einiges besser strukturiert. Die vielen Taschen sind jederzeit super erreichbar, ohne in den Tiefen des Rucksackes zu suchen. Klar im Vergleich wirkt er etwas bullig, aber das sollte dich nicht davon abhalten. Außerdem sind die Beckengurte weicher und besser durchdacht. Bei „schwerem“ Gepäck und langen Laufstrecken eine super Hilfe.

      Liebe Grüße
      Pia & Cris

  3. Hi!
    Danke für den Vergleich 🙂 schwanke zwischen dem farpoint 40 und porter 46. Hattet Ihr den porter schon als Handgepäck und wenn ja gabs da probleme?
    Viele Grüße
    Manu

    1. Hi Manu,
      der Porter begleitet uns nun schon seit 1Jahr im Handgepäck.
      Können uns wirklich nicht beschweren und die verstärkten Seitenteile schützen dein Hab und Gut um einiges besser als der Farpoint.
      Hoffen du hast schon deinen treuen Reisebegeleiter gefunden.

      Viele Grüße
      Pia & Cris

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