Koh Phi Phi – einmal und nie wieder!

Koh Phi Phi

Viele Reiseblogger zeigen meist nur die positiven Seiten einer Destination. Sorry aber bei Koh Phi Phi gibt es davon nicht gerade viel. Was wir aus dem Film "The Beach" kennen und wie die Insel vor dem Tsunami 2004 einmal war, ist Vergangenheit. Heute regiert der thailändische Massentourismus sowie Saufurlauber aus Großbritannien und Australien.

Jeder der sich vor Beginn seiner Reise das Paradies auf Google-Maps ansieht wird schnell erkennen, das Koh Phi Phi nicht zu den großen Inseln Thailands gehört. Zwei Hügel- und Dschungellandschaften, welche durch eine kleine Landbrücke aus Sand mit einander verbunden wird. Das ist Koh Phi Phi Don. Viele lockt gerade eine solch kleine und schnuckelige Insel an. Eben auch uns. Die Nachbarinsel Koh Phi Phi Lee ist eine reine Ausflugsinsel. Es gibt weder Hotelkomplexe noch sonstige Tourismusgebäude in diesem vermeintlichen Idyll. Sie ist auch der Grund warum Koh Phi Phi von allen Seiten Thailands angesteuert wird. Berühmt und danach regelrecht überrannt wurde das kleine Paradies im Jahr 2000, als der Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedreht wurde.

 

Und heute? - der thailändische Ballermann

An sich ist das Städtchen im Mittelstreifen von Koh Phi Phi Don wirklich schön. Kleine Läden und etliche Restaurants am Strand oder in den Gassen, lassen den Tag wie im Flug vergehen. Mit der Dämmerung zeigt sich allerdings das wahre Gesicht. Die Restaurants werden von halb nackten Sauftouristen eingenommen, die nach ihren Ausflügen jetzt erst so richtig los legen. Die dezenten Hinweisschilder bitte nur Bekleidet einzutreten werden komplett übergangen. Dass die Einheimischen hauptsächlich muslimischen Glaubens sind und solch ein Benehmen stört, hat hier keinen interessiert. Selbst wir fühlten uns teilweise davon belästigt wenn Personen jeglicher Körperfülle nur in Unterwäsche bekleidet, schwitzend neben uns am Tisch saßen.  

AnsonstenBier Pong, Eimersaufen und Wetttrinken, soweit das Auge reicht. Wir kamen uns vor wie am Ballermann, in einem von Briten und Australien dominierten Stückchen Thailand. An jeder Ecke drehen euch irgendwelche Promoter Angebote an, um die Ausflugsboote oder Tauchkurse zu füllen. Es ist einfach nur nervend.

 

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Die Speisekarte

Einheimisches Essen findet ihr erst auf den zweiten Blick und geduldiger Suche. Als wir den ersten Abend nach Kao Pad (gebratener Reis), Pad Thai (gebratenen Nudeln) oder einem Green Curry suchten, zog es uns die Socken aus. Koh Phi Phi legte ein ganz anderes Preisgefüge an den Tag als wir es von den Inseln Koh Phangan und Koh Mak gewohnt waren. Ab 100 THB bis 200 THB alles dabei. Zuvor haben wir maximal 80 THB für ein eines dieser Gerichte gezahlt.

 

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Als ob das nicht schon reicht, dominierten besonders Burger, Pizza und Spaghetti die Speisekarten der Restaurants. Sorry, aber wenn wir Burger wollen fliegen wir nach Australien oder in die USA – beziehungsweise … bleiben einfach daheim! Für Pizza und Spaghetti nach Italien. Thailand oder besser Koh Phi Phi ist absolut der falsche Ort dafür.

 

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Mit etwas Geduld findet ihr allerdings auch die günstigeren Restaurants in denen die einheimischen Spezialitäten schon ab 60 THB angeboten werden. Mom's oder die Sunflower Bar am Strand können wir besonders empfehlen. Insgesamt haben wir auf Koh Phi Phi sowohl die teuersten, als auch günstigsten Gerichte unserer Thailandreise bekommen. Allerdings konnten sie niemals das Green Curry von Nuck auf Koh Mak, oder das Masaman Curry von Mee in Koh Phangan toppen.

 

Das Los der Einheimischen

Leider sind auch die angesiedelten Chinesen auf dieser Insel sehr stark vertreten, die sich lediglich ein paar angestellte Thais „halten“. Alle Angebotsschilder und Menükarten sind hier auf Chinesisch zu finden. Da weiß eigentlich jeder gleich was Sache ist. Lässt du für den netten thailändischen Kellner Trinkgeld auf dem Tisch zurück (so ist es Thailand Brauch - man sagt nicht einfach „passt so“) kommt sofort der chinesische Chef angerannt, den ihr zuvor nie gesehen habt und sackt das Geld ein.

„Yeah“ ist es dort nicht schön! *bäääää*

 

Massaaaaaaaaaaaaaaaage?

Bestimmt seid ihr auch schon einmal in den Genuss einer guten Thailändischen Massage gekommen, wenn ihr in Süd-Ost-Asien unterwegs ward. Schließlich gibt es die Studios an jeder Ecke. Ab 300 THB bekommt ihr eine Stunde Entspannung pur.
Ebenso auf Koh Phi Phi - allerdings mit einem kleinen Unterschied.

 

Koh Phi Phi - Abends

 

Ab 18Uhr ändert sich die Betonung. In dem Buch "Gebrauchsanweisung für Thailand" ist dieses Phänomen Thailands passend beschrieben. Bei einem ganz normalem "Massage" könnt ihr vermutlich davon ausgehen das es nur um eure Verspannungen geht.
Liegt die Betonung allerdings bei "Massaaaaage", so wird es wohl auch ein Happy-End geben. Dies konnten wir jeden Tag aufs Neue beobachten. Als Pärchen unterwegs, wurden wir kaum angesprochen. Als Cris jedoch ab und zu alleine zum Einkaufen los ist, wurde er nicht nur einmal mit den Worten „enjoy your food – or enjoy something else“ zu einem netten Abend mit der hoch aufgeschminkten Dame eingeladen.

Allerdings könnt ihr diese Beobachtung auf viele Studios in Thailand anwenden. Nicht nur auf Koh Phi Phi. Auf Pattaya, die Viele auch gerne die „Bums-Insel“ nennen, soll es sogar noch schlimmer sein!

 

Die Tauchschulen

Es gibt gefühlt 1.000 Tauschschulen auf Koh Phi Phi. Alle sprechen jede erdenkliche Sprachen. Englisch, Deutsch, Niederländisch, Schwedisch, Spanisch........ wir könnten eine ganze Seite damit füllen. Beim schlendern durch die Gassen werdet ihr von den Promotern alle 10 Meter in sämtlichen Landessprachen voll gequatscht. Mit 100% Sicherheit ist ihr Unternehmen das coolste und hat das tollste Angebot nur heute für euch, weil ihr im so sympathisch seid. Klar, die Jungs und Mädels wollen nur etwas verkaufen, aber es ist extrem penetrant und nervig. Besonders wenn der Hunger treibt 😉

 

Natur und Umwelt

Koh Phi Phi könnte das Aushängeschild für Natur- und Umweltschutz sein. Schließlich gibt es auf der ganzen Insel weder Autos noch Roller. Ok der Polizist hat einen Roller, aber damit ist er im Gewusel so langsam, dass er im Notfall als Letzter eintreffen würde. Hier geht es wohl eher um Prestige als um Nützlichkeit. Ansonsten wird hier alles mit großen Wägen durch die Gegend gekarrt. Baumaterial, Getränke in den Hotelanlagen, Eis für die Shakes und Flaschenkühler bis hin zu Kokosnüssen. Wirklich alles.

 

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Aber Koh Phi Phi ist mit der dreckigste Ort den wir in Thailand gefunden haben. Nichtmal Bangkok kam uns so dreckig vor! Privatgärten, Straßenränder, Fußwege in der Natur, alles voller Müll. Natürlich hauptsächlich Plastik. Wie einst der Kompost wird nun der Verpackungsdreck einfach vor die Tür gekippt. Ab und zu wird ein Haufen angezündet und schwelt dann stundenlang einfach vor sich hin. Der einzige Ort an dem jeden Morgen akribisch gereinigt wird ist der Hauptstrand an dem die Touris rumliegen. Der Rest erinnert an eine gigantische Müllhalde mit angesiedelten Wohnhäusern. Teilweise 40cm tief, könnt ihr bei Erdabrutschstellen den eingelagerten Plastikmüll erkennen. Echt gigantisch.

 

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Auf den ersten Blick landschaftlich wunderschön, aber auf den zweiten Blick echt ein Trauerspiel. Nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen die dort täglich leben müssen.

 

Die Ausflüge

Auch wir wollten natürlich die sagenhafte und angeblich traumhaft schöne Maya Bay aus Leonado DiCaprio´s „The Beach“ sehen. Bereits vorher skeptisch nach den Internetrecherchen buchten wir vorsichtshalber nur einen Halbtagestrip. Gott waren wir im Nachhinein dankbar dafür. 8:30 Uhr sollte es los gehen. Naja daraus wurde nichts und wir starteten irgendwann um 9:45Uhr. Aber egal.

Die Touren sind eigentlich fast alle gleich. Monkey Beach, Maya Bay, ein bisschen schnorcheln, vorbei am Viking Cave und wieder zurück. Dazu gibt es 1Liter Wasser pro Person und etwas Verpflegung.

 

Monkey Beach

Der Monkey Beach war nicht nur für uns ein abschreckendes Erlebnis. Auch einem Teil unserer Gruppe war der "Ekel" und das Entsetzen ganz deutlich ins Gesicht geschrieben.
Allgemein heißt es in Thailand und Asien auf vielen Schildern: „bitte nicht die wilden Tiere/ besonder Affen füttern“. Ist ja auch verständlich, da die Tiere so die Scheu vor Menschen verlieren und auch die Nahrungssuche aufgeben. Unser Guide hat uns das vor betreten des Strandes auch nochmal eingehend erklärt.

 

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Kaum legt das Boot am Strand an, hatten wir auch schon den ersten Affen in unseren Reihen. So schnell konnten wir gar nicht reagieren und der erste Schokoriegel war weg. Die Affen holen sich halt das, was sie wollen. Daher verstaut alles Äffchen sicher und bindet Taschen, Mützen und Shirts am Boot fest, sonst könnt ihr es im Dschungel suchen gehen.

 

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Nicht mal 5 Minuten nach Ankunft, reichte unser Guide dann auch die erste geöffnete Cola-Dose umher, die wir dem Affen geben sollten. Wir winkten ab. Soviel zum nicht füttern. Da es aber immer einen Deppen gibt, bekam der Affe schließlich seine Cola. Und es war nicht die Einzige. Insgesamt legten in der halben Stunde bestimmt 10 Boote an. Alle mit Cola und Chips bewaffnet, nur damit die Touris "lustige und schöne" Selfies mit nach Hause nehmen können.

Sorry für die Wortwahl, aber das ist doch mehr als bescheuert. Über eine Banane oder Obst im Allgemeinen lässt sich noch irgendwie streiten, aber Cola und Chips? Ehrlich mal, diese Äffchen sind nicht größer, als ein Säugling oder Kleinkind – was fast 1 Liter Cola und der ganze Knabberkram anrichtet muss wohl nicht groß erklärt werden.

 

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Der Strand indes war voll mit leeren Dosen und Verpackungstüten der gierig verschlungenen Leckereien. Soviel auch zum Thema Umweltschutz. Den Dreck räumt hier hinterher natürlich keiner Weg. Uns hat es eigentlich schon gereicht uns wären am liebsten wieder zurück, aber wir hatten ja noch ein paar Stopps vor uns….

 

Maya Bay

Der wohl bekannteste Strand von Koh Phi Phi und eigentlich ganz Thailand liegt in der Maya Bay. Hier hat Leonardo DiCaprio in The Beach sein Paradies gefunden und am Ende feststellen müssen, dass es das einsame Inselidylle auf Dauer nicht geben kann.
Was im Film mit einem Boot begonnen hat, endet heute jeden Tag mit über 200-300.

 

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In der Nebensaison ist zumindest noch etwas Sand erkennbar und die Schiffe liegen nur einreihig vor Anker. Wenn ihr die Bucht unbedingt sehen wollt, sollte das auch eure Chance sein diesen Flecken Erde zu erkunden. Sobald die Massen zur High-Session kommen, liegen hier die "Yachten" teilweise bis zur vierten Reihe am Ufer und Unmengen Touristen bekämpfen sich, um so wenige Menschen wie möglich auf ihren Fotos zu sehen.

 

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Sorry, aber uns haben schon die paar 100 Touristen gereicht. Wer den Strand wirklich fast für sich haben möchte sollte in einem der Zelte ab 70 Euro die Nacht verbringen. Entsprechende Touren werden überall angeboten. Ihr werdet nicht lang suchen müssen.

Aber es ging ja noch weiter…

 

Schnorcheln

Da im Westen eigentlich alle schwimmen können, dürft ihr alleine ins Wasser. Bei den Asiaten sieht das ganz anders aus. Brille auf, Schnorchel im Mund, Schwimmweste an und einmal bitte an der Leine festhalten. So werden die zahlreichen Gruppen ins Wasser geschmissen und dürfen in Reih und Glied das "Riff" erforschen. Wir ließen Leine und Weste weg.

 

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Aber ganz ehrlich der Brüller war es nicht. Eigentlich achtet ihr mehr auf die vielen Boote um euch herum. Nicht mal 2 Meter neben euch geht plötzlich die Schiffsschraube vom Longtail eurer Nachbarn in Wasser und fängt an zu rotieren. Echt klasse. Der eigene Skipper löst sein Motorproblem und spült ausgiebig das ausgelaufene Motoröl ins Meer während ihr gerade vorbei schwimmt. Noch besser. Ein Mädel unserer Tour stieg nach dem Schnorchelgang übersät mit Ölflecken auf der Haut aus dem Wasser, die sie gar nicht mehr weg bekam.

 

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Also auch das ein totaler Reinfall - und die paar Fische könnt ihr euch auch wo anders ansehen.

 

Koh Phi Phi Lee Lagune – Viking Cave

Unsere letzte Hoffnung irgendwas Positives an dieser Tour zu entdecken.
Allerdings ist die Lagune von Koh Phi Phi Lee ist, ebenso wie die Viking Cave, extrem schnell abgehakt. Der Skiper fährt in die kleine Bucht ohne euch wirklich zu sagen wo wir gerade sind und dreht am Ende wieder um. Ganze 2 Minuten war unser Aufenthalt in der eigentlich wirklich schönen verwinkelten Lagune. Der Hammer.

 

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Viking Cave haben wir nur von der Ferne gesehen. Auf dem Rückweg zu Koh Phi Phi Don konnten wir einen Blick erhaschen. Derhalb können wir dazu kaum etwas erzählen. Es ließen sich zumindest die Dimensionen dieser Höhle erahnen, aber von außen war lediglich ein altes Holzgerüst und Fetzen irgendwelcher Stoffbanner zusehen. Also irgendwie auch nichts.

 

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Ansonsten kann man wenigstens sagen, dass die vorbeiziehende Natur ihren Reiz hat. Die hohen Klippen und Dschungelinseln wirken wirklich mystisch und geizen nicht mit ihrer Ausstrahlung. Allerdings würden wir dafür keine Tour mehr buchen, sondern eher versuchen ein paar andere Reisende zu finden die sich mit uns ein privates Longtail Bot teilen um einfach nur mal 1-2h um die Inseln zu tuckern.

 

Der Preis

So – was kostet dieses Wahnsinns-Erlebnis. Die Ausflüge, egal wo ihr bucht, ähneln sich im Preis sehr. Zwischen 400 THB und 450 THB (10-11€) für den Halbtagestrip und 850 THB bis 900 THB(21-22€) für den normalen Ganztagsausflug. Sucht ihr etwas Spezielles müsst ihr tiefer in die Tasche greifen. Das private Longtail gibt es ab 1200THB für 3 Stunden oder die Sauftour am Schiff der SeaWrecked Bar für 1600 THB.

 

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Zu den Preisen kommt noch der Besuch von Koh Phi Phi Lee, denn Maya Bay liegt in einem Nationalpark für den ihr abermals 400THB (10€) Gebühren hinblättern dürft. Bleibt ihr am Boot zahlt ihr diesen "Eintrittspreis ins Paradies" nicht. Unser Guide hat am Ende mit einigen aus unserer Gruppe sogar das Handeln anfangen wollen, da sie es einfach nicht einsahen nochmal zu zahlen und warun lieber am Schiff geblieben. Vielen wird dieser zusätzliche „Eintrittspreis“ während der Buchung bewusst verschwiegen und da jeder die Insel sehen will, zahlen fast alle nach. Allgemein ist Korruption ist in Thailand weitverbreitet. Dies sollte jedem Besucher klar sein.

 

Die positiven Seiten von Koh Phi Phi

Auch wenn unserer Meinung nach die Schattenseiten überwiegen und der Tourismus hier viel zerstört, gibt es auch etwas Positives zu berichten. Aber es ist echt nicht viel.

Unsere Unterkunft

Das Sea Sky Hotel ist abseits der Massen am Hang der Bucht gelegen. Der Aufstieg ist zwar etwas anstrengend, allerdings legt sich das nach den ersten Tagen. Der herrliche Ausblick und die Ruhe entschädigen die Anstrengungen. Zumindest Tagsüber. Wenn Abends die Diskotheken ihren Bass anschmeißen bleibt es leider nicht aus, das die Schallwellen auch in die abgelegenen Bungalows gelangen. Uns hat es nur am ersten Abend gestört, weil wir damit nicht gerechnet haben.

Das Personal dagegen ist super freundlich und hilfsbereit. Als wir um einen Tisch und zusätzlichen Stuhl für unseren Balkon gebeten haben, dauerte es keine 5 Minuten und unser Wunsch wurde erfüllt.

 

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Wichtig ist natürlich, so wie ihr dem Personal entgegentretet kommt es auch zurück. Als wir einem der Angestellten halfen den schwer beladenen Transportwagen zu schieben, wurden wir den Rest des Aufenthaltes mit O-Saft und frischem Obst zum Frühstück belohnt. Keiner bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn er jemanden hilft. Auch im Urlaub nicht.

 

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Leider begegnen viele Reisende den Angestellten in Thailand mit Arroganz und Überheblichkeit. Selten haben wir gesehen, das ein Gast die entgegen kommende Dame des Putztrupps gegrüßt, oder auch nur wahrgenommen hat. Wir waren der Hit der Anlage nur weil wir die Grundlagen des Anstandes beherrscht haben. Wirklich traurig.

 

Der Viewpoint

Nach gefüllten 1.000 Stufen und 30 THB(0,75€) Eintritt p.P. erreicht ihr die erste Station des Viewpoint der Insel. Etwas kitschig auf den ersten Blick, aber die Thais lieben nun mal Plastikfrüchte und -tiere. Nach einer kurzen Pause und weiteren 5 Minuten Fußmarsch, erreicht ihr den höchsten Punkt. Wir waren überwältigt. Der Ausblick auf die Insel und die Eilande umher, ist absolut gigantisch. Gönnt euch einen Fruchtshake für 50 THB und genießt den Ausblick.

 

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Unser eigener Monkey Beach

Es war unser kleines persönliches Highlight, während des Aufenthalts auf Koh Phi Phi. Bereits früh um 7.30Uhr waren wir am Strand, um uns ein Kajak auszuleihen. Mit all den Erinnerungen und „Kenntnissen“ des ersten Kanu-Trips in Tallin dieses Jahr im Kopf steuerten wir langsam aus der Hauptbucht heraus. Gleich um die erste Biegung fanden wir nach einiger Kraftanstrengung einen schönen Strand, an dem es laut Angestellten des Sea Sky Hotels auch Affen geben sollte.

Allein der Strand war schon die ganze Paddelei wert und zunächst ließen sich leider keine Äffchen blicken. Nach dem sie uns ausgiebig 10min heimlich beobachtet hatten, kam eine Familie irgendwann an getrottet, um zu sehen ob wir nicht doch was Essbares für sie hätten. 15min und gefühlte 300Bilder später waren wir ihnen dann auch schon zu langweilig und sie traten den Rückzug an.

 

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Das war wirklich ein schönes Affen-Erlebnis. Sie so ungehindert in der Natur zu sehen. Ihr solltet jedoch schon sehr früh unterwegs sein. Erstens haut es euch ab 10Uhr bei der Hitze den Vogel raus wenn ihr gegen die Strömung paddelt und leider wird diese Ecke wohl auch immer bekannter. Von unserem Bungalow aus konnten wir sehen wie immer mehr Privatboote in diese Richtung steuerten. Ist wohl nur eine Frage der Zeit bis es ein offizieller Stopp bei den angebotenen Touren wird.

 

Fazit

Natürlich wissen wir, dass viele Umstände die wir hier erläutert haben den eigenen Landsmännern/frauen und dem verheerenden Tsunami von 2004 geschuldet sind. Die Einheimischen mussten sich irgendwie wieder ein Leben aufbauen mit dem sie ihre Familien ernähren konnten. Wenn wir die ausgestellten Bilder vor der Welle und heute sehen, kann man nur hoffen, dass Sie irgendwann wieder den Weg zurück finden. Dann könnte es wieder ein Paradies in der Andamanensee werden und unser Skipper müsste nicht mehr heimlich nebenbei Koks auf den Yachten in der Maya Bay verticken während seine Schäfchen die Insel erkunden. Ansonsten können wir aktuell wirklich keinem zu einem Besuch von Koh Phi Phi raten. Leider absolut verschwendete Zeit und Geld.

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Hattet ihr auch schon so einen Reinfall auf Reisen erlebt? Welche Orte würdet ihr kein zweites Mal mehr besuchen? Gehört Koh Phi Phi auch dazu, oder habt ihr ganz andere Erfahrungen gemacht? Schreibt uns, damit wir und all unsere Leser sich Aufenthalten wie diesen auf Koh Phi Phi in Zukunft ersparen.

 

Bis bald!

be different – be yourself !
Pia & Cris

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2 thoughts on “Koh Phi Phi – einmal und nie wieder!

  1. Tja, ich denke jedes Land will einfach mehr und mehr Investoren anziehen, der Pauschaltouri greift ja auch tiefer in die Tasche 😉
    Zwar gibt es sie ja noch, die tollen Traumziele (Gilis (immernoch, irgendwie), X-Mas Island, Malenge, Caye Caulker, Santa Catalina, Bocas del Toro, Montanita, …) aber das konnte man ja auch mal von Phu Quoc, Akumal, Tulum (inzwischen leider auch schon) und eben auch Koh Phi Phi sagen. Wenn Platz da ist, wird gebaut. Die coolen versteckten Orte muss man suchen – SOA sehe ich mit gemischten Gefühlen, denn dort geht die Entwicklung in gerade die Richtung, welche ich mir nicht wünsche schneller voran als in Lateinamerika.

    1. Hi Mario,
      ja die Entwicklung in SOA ist wirklichs eher kritisch zu betrachten. Natürlich hoffen wir auch weiterhin, das sich dieser Zustand auf die gängigen Touriziele begrenzen wird, aber in wieweit das zutrifft werden wir in ein paar Jahren sehen. Zu Lateinamerika können wir leider gar nichts sagen, dorthin hat uns der Weg bislang noch nicht geführt. Aber natürlich steht es auf der Liste 😉 Du hast sicher Tipps dazu. Da kommen wir mal zum stöbern vorbei.

      X-Mas Island ist besonders für Cris noch ein ganz großer Herzenswunsch! Hoffentlich finden wir da bei dir auch was auf dem Blog 😉

      Beste Grüße aus NZ & Frankonia!
      Bis bald – Pia & Cris

      (PS. sry für die späte Antwort – hatten paar Problemchen am Blog)

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