Dublin im Advent – Ein MUSS als Städtetrip im Winter

Sicher kennst du das auch. Der erste Advent steht vor der Tür alles ist grau und trist und die eigenen vier Wände fallen uns mal wieder auf den Kopf. Ganz klar wir müssen endlich mal wieder weg! Was ein Städtetrip im Winter? Na klar, wir zeigen´s dir - so schön ist Dublin im Advent.

Wie zu erwarten kam uns die Idee an einem Sonntag morgen im Bett. Ich (Cris) war bereits wach und stöberte wie üblich bei fluege.de und trivago nach neuen interessanten Orten zum entdecken. Das Fernweh verfolgte uns schon seit einigen Tagen. Wie auch anders zu erwarten, wurden wir natürlich fündig. 🙂

3 Tage Dublin - Donnerstag Abend von Frankfurt bis Sonntag Nachmittag mit Hotel mitten in der Stadt für 140 EUR pro Person. Nicht lange überlegen sondern gleich buchen war die Devise.

Die AerLingus brachte uns ans Ziel und mit dem Taxi fuhren wir direkt ans Hotel. Das Cassidys liegt in der Upper O´Connel Street nur wenige Gehminuten vom Herzen Dublins. Wie es bei vielen Hotels üblich ist kann man dort allerhand Ausflüge und Rundreisen sowie die allseits bekannten HopOn-HopOff Bustickets kaufen. Wir entschlossen uns die Stadt erst einmal zu Fuß zu erkunden, da man so auch abseits der großen Straßen und Weg vieles entdecken kann.

Durch die relativ späte Ankunft am Donnerstag Abend, gab es für uns nur noch einen Spaziergang durchs Viertel und ein leckeres Subway-Sandwich am nächsten Kiosk. Solche Läden sind einfach Spitze, denn viele Einheimische genehmigen sich dort ein Feierabendbier und haben immer ein paar gute Tipps auf Lager.

 

25955 Schritte quer durch Dublin

Am Freitag Morgen startetet wir nach einem IrishTea und schnellem Corny Joghurt auf dem Hotelzimmer, um die Stadt zu entdecken. Vorbei am Dublin Spire – einer 123 Meter hohen "Edelstahlnadel" – an der Liffey entlang zum Hafenviertel. Wir wollten dort unbedingt die Graffity Walls sehen. Dem Fluss folgend bis zur 3Arena, paaren sich neue futuristische Architektur mit alten prunkvollen Gebäuden und in vielen Ecken kunstvoll besprühten Graffitys. Ein echtes must seen!

 

Graffity-Walls 4 - mit logo

Von dort ging es zurück zum Trinity College. Ich muss sagen, man betritt ein solches Uni-Gelände mit einer Ehrfurcht die unbeschreiblich ist. Wir haben auch auf einer für unsere Branche „bedeutenden“ Hochschule studiert, aber das ist mit nichts anderem zu vergleichen. Man spaziert gelassen durch in den Innenhof und bewegt sich trotz Stadtzentrum in einer absoluten Ruheoase. Die alten Gemäuer machen einen sprachlos, die Geschichte ebenso. Als wir mit unserem eigenen Rundgang fertig waren, begann gerade eine geführte Tour über das Gelände.

Dieser schlossen wir uns flix an, um noch mehr über die geschichtsträchtige Einrichtung zu erfahren. Das abschließende Highlight der Tour bildete die Bibliothek, in der auch das Book of Kells ausgestellt ist, dass erst vor einigen Jahren durch Zufall im Park neben einem Spielplatz gefunden wurde. Beeindruckender war für uns allerdings die eigentliche Bibliothek und Lesehalle. Sie erinnert irgendwie, wie schon das gesamte Gebäude, ein wenig an Hogwards. 🙂

Auf einer der zahlreichen Bänke ließen wir die "Ruhe" – wenn man es so nennen kann bei den vielen Touristen – und das beeindruckende Alter und die Kraft der tausenden von Büchern auf uns wirken.

 

Dublin 2014 (197)2 - mit logo

Vom Trinity College trieb es uns langsam über die Grafton Street – einer der Einkaufsmeilen Dublin´s – zum St. Stephens Green. Dort aßen wir eine Kleinigkeit der Weihnachtsstände und flanierten am kleinen See entlang. Aber aufgepasst ! - die Gänse dort sind sehr angriffslustig wenn sie nix zu fressen bekommen und fordern ihre Ration schon mal mit kleinen Kniffen und Schienbeinstubsern ein.

Immer mehr von wütenden Vöglen attakiert, flüchteten  wir über die St. Patrick´s Cathedral zu Dublins Wahrzeichen – Guinness. Je näher man dem Storehouse kam, um deutlicher wurde der große Einfluss sichtbar. Nicht, dass die Brauerei durch Werbung und Pubs schon präsent genug wäre, kommt es einem so vor als sei jedes zweite Haus mit der Geschichte der Gründerfamilie verknüpft. Am Besucherzentrum selbst angekommen erforschten wir die hohe Kunst des Shootbeers. In einem selbst geführten Tour mit AudioGuide, entdeckst du auf 7 Stockwerken in eigener Geschwindigkeit die ganze Welt des irischen Kultgetränks.

 

guinnes - mit logo

Vom Herstellungsprozess über die Werbewelt bis hin zu verschiedenen Verkostungen – alles vorhanden. Nachdem wir uns schließlich nach einigen Stunden wie in einer Spirale in die Skybar des 7 Stocks geschraubt haben, gab es endlich unser wohlverdientes Bier – wie es sich gehört mit Kleeblatt im Schaum. Von dort aus hat mach einen überwältigenden Blick über die Brauerei und die ganze Stadt. Ein super Tagesabschluss, mit abendlichen Spaziergang zum Hotel. Todmüde fielen wir nach 13 Stunden Erkundungstrip sofort ins Bett.

 

Gleiche Strecke - halb so viele Schritte

Samstag morgen besorgten wir erst einmal unsere HopOn-HopOff Bustickets.Vieles hatten wir schon gesehen, aber auf diesen Fahrten, zeigt die Stadt ihr offizielles Gesicht, das wir ebenfalls kennen lernen wollten. Außerdem kann solch eine Fahrt mit dem richtigen Busfahrer ein absoluter Glücksgriff sein, schließlich kennen sie IHRE Stadt, besser als die Meisten!

Bei einem kleinen Lädchen in der O´Connel Street kauften wir uns einen Kaffee und Muffin bevor wir uns auf zur Bustour machten. Uuuund unser Busfahrer war super! Er kommentierte die Straßen, Sehenswürdigkeiten und unscheinbarsten Ecken in gewohnt lockerer irischer Art. Es war schon fast eine Komedyfahrt. So erklärte er uns, dass der vorhin erwähnte Spire beispielsweise, den Dublinern bis heute ein Rätsel. Keiner weis so recht, warum er existiert und warum dafür so viel Geld ausgegeben wurde. „Die Nadel steht halt einfach rum“. Desweitern unterhielt er uns mit ein paar eigenen irischen Volksliedern und gab uns irische Weisheiten mit auf den Weg. Wir hatten eher das Gefühl in einem fahrenden Pub - aber leider ohne Bier zu sitzen.

 

Dublin Architektur - mit logo

Außerdem erfuhren wir, dass der Löwe der Filmproduktionen von Metro Goldwyn Mayer, aus dem Dubliner Zoo kam. Wo Bran Strocker, der Schöpfer von Dracula, geheiratet hat und das Arthur Guinness 21 Kinder zeugte. Nachdem wir die Tour einmal komplett gefahren waren und alles aus dem Oberdeck gesehen hatten, verließen wir den Bus am Dublin Castle.

Von der Haltestelle aus wirkte es eher unscheinbar - für ein Schloss fast schon enttäuschend, aber was sich im Hof und hinter den Mauern verbirgt ist dafür umso beeindruckender. Wie es sich für ein Castle gehört-  prunkvolle Stuckdecken, Ölgemälde und Möbelstücke. Besonders imposant, wirkte der festliche Weihnachtsschmuck mit zahlreichen Weihnachtsbäume in den verschiedenen Hallen und Räumen. Ein Anblick den es einfach nur während der Weihnachtszeit geben kann. Aber absolut vom Hocker haut einen der, ich nenne ihn mal blauen Saal. Dort werden noch heute offizielle Empfänge ausgetragen und auch die Queen wurde dort schon mit einem Galadinner beglückt.

Absolut überwältigt schlenderten wir weiter zur Old Jameson Distillery auf der andere Seite des Flusses, für echten irisch Whiskey. Kultur muss ja schließlich auch sein :).

Dort angekommen hätten  wir leider über 3 Stunden auf die nächste Tour warten müssen, da eigene Rundgänge hier nicht möglich waren. Diese lange Wartezeit war es uns dann doch nicht wert, wolltes es aber am Sonntag Morgen nochmal versuchen. Wir erkundeten uns nach der nächste Bushaltestelle, um etwas bequemer und schneller das längere Stück in die Innenstadt zurück zu legen. Naja wir warteten fast 1 Stunde, zahlreiche Busse andere Unternehmen kamen und fuhren, nur unserer nicht. Also doch zu Fuß und soviel zur schneller Fortbewegung....

Nach einer erneuten kleinen Runde durch den Innenhof des College ging es wieder in die Grafton Street. Eigentlich wollte wir wie kleine Kinder, direkt in den Disney Store, aber wir legten unterwegs mehrfach kurze Stopps ein. In der Einkaufsmeile waren einige „Straßenkünstler“ unterwegs und so etwas kann man sich einfach nicht entgehen lassen. Hammer war der Auftritt von „Keywest“ einer Rock-Pop-Band aus Dublin, welche wie wir später in Deutschland herausgefunden haben, gar keine so unbekannte Band in Irland und UK ist. Ihre Konzerte sind auch immer ziemlich schnell ausverkauft, aber durch ihren Bandstart als Straßenmusiker versuchen sie noch immer so oft es geht in Dublins Innenstadt für sich und all die tummelnden Passanten zu spielen.

 

KeyWest - mit logo

Zum Ladenschluss tingelten wir noch einmal kurz über den Weihnachtsmarkt am St. Stephens Green vorbei , bevor es in Richtung Temple Bar ging.

Temple Bar ist heute fast jedem ein Begriff- zum einen ein Pub aber auch die Bezeichnung für das ganze Pub-Viertel der Stadt. Zu unserem Pech, war die ganze Stadt hier unterweg, weshalb kaum einen durch kommen an die Bar, oder auch nur betreten möglich war. So kehrten wir dann auch überraschend bald und etwas schläfrig zum Hotel zurück. Der Rückweg war einer der schönsten Momente des Tripps. Beinahe leere Straßen und überall kunstvoll Geschmückte Häuser, Tannenbäume und Gassen. Stadtetripps zur Weihnachtszeit sind einfach toll!

 

Weihnachten Dublin - mit logo

 

Der Gourmet Sonntag

Sonntag hieß es erstmal auschecken. Das Hotel bot uns freundlicherweise an, den Koffer zu verwahren, bis wir zum Flughafen müssen. So konnten wir gepäckfrei ein letztes Mal Dublin genießen. Wir widerholten unsere Frühstücksrunde mit dem HopOn-HopOff Bus uns stiegen an der Jamson Distillery aus. Zwar wären es an diesem Morgen nur 2 Stunden Wartezeit, allerdings hätten wir dann sehr mit unserem Rückflug gespielt. Daher kam dieser Punkt einfach auf unsere To Do Liste für den nächsten Dublin Trip. Es ging wieder zu Fuß zurück in die Stadt und uns beschlich langsam der Verdacht, dass diese Haltestelle nur alle zwei-drei Stunden einmal angefahren wird. Die letzten Stunden, verbrachten wir bei einem super lecker Burger von „Gourmet Burger Kitchen“ mit sauleckeren Rosmarinpommes in einer der Seitenstraßen der Grafton Street. Den musst du unbedingt probieren, solltest du je nach Dublin kommen. UNBEDINGT!

 

Burger - mit logo

 

Die Fahrt zum Airport stellte sich dann noch als kleines Abenteuer heraus. Eigentlich hätte unser Bus in der O´Connel Street abfahren sollen. Dort wurde jedoch für den Dubliner Weihnachtsmarkt aufgebaut und die Haltestelle kurzerhand einfach dicht gemacht. Nach etwas andauernder Fragerei, erfuhren wir, dass die nächst mögliche Haltestelle zwei Straßen weiter sei. Mit anderen Reisenden marschierten wir los, als uns dort angekommen ein weiterer Mitarbeiter der Stadt erklärte, der Bus fahre in der Nähe vom Custom House ab. Also wieder andere Richtung. Jedoch standen wir noch nicht lange an dieser Haltestelle, bevor wir wiederum an die Connolly Station verwiesen wurden. Die Reise ging also weiter und immer mehr pilgerten mit uns durch Dublin, zum Bahnhof. Alle bepackt mit Koffer oder Rucksack, Weihnachtsgeschänke etc. Zum Glück fuhr von dort aus endlich ein Bus zum Flughafen und wir erreichten das Gate punktgenau zum Abflug nach Frankfurt am Main.

Abschließend ist einfach nur zu sagen.... DUBLIN IST MEGA TOLL und es war sicher nicht unser letzter Aufenthalt.....

 

ABER --Wie stehts bei dir?

Warst du schon in Dublin und hast super viel erlebt? Hat dich diese Stadt vielleicht auch so geflasht?

Schreib uns doch deine Eindrücke und Tipps in die Kommentare, wir freuen uns auf alle Möglichkeiten noch mehr dich über das Herz Irlands zu erfahren!

 

be different - be yourself

Cris & Pia

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