Blog starten als Anfänger-von Ängsten, Social Media & CSS

"Wir wollen einen Blog starten !"

So ganz langsam hat sich der Blogger Trend auch in Deutschland eingeschlichen, -hinken wir bei solchen Dingen, dem Rest der Welt ja immer ein bisschen hinter her. Zum Glück, denn schon seit längerem wollen auch wir unseren eigenen Reise - Blog starten .

Nachdem der Entschluss letzten Mai gefasst wurde los zu ziehen, faszinierte uns der Gedanke, Anderen davon zu berichten, sie zu inspirieren und zu ermutigen. Warum wir uns zum Reisen entschlossen haben, hatten wir dann in unserem ersten Blogpost „Wenn das Leben Scheiße brüllt- Schrei zurück und geh deinen eigenen Weg“ mit großem Eröffnungs-TammTamm erklärt. Aber bis es endlich zu diesem ersten Artikel kam, war bereits viel Wasser den Rhein vor unserer Haustür hinunter geflossen….

 

Blog starten - viel Wasser Rhein hinunter

 

Wie bei vielen neuen Ideen, hatten wir uns Anfangs daran richtig fest gebissen. In Höchstgeschwindigkeit Workshops absolviert, eine Website aufgebaut und etliche Stunden mit Bildauswertungen verbracht. Es wurden unzählige Listen erstellt, ewig an Details getüftelt, aber online gestellt hatten wir…… nichts. Wir alle verbringen täglich Stunden im Netz, lesen Artikel, schauen Bilder und Clips - aber keinem ist bewusst welche Arbeit dahinter steckt.

Tage und Wochen vergingen. Wieder veränderten wir unser Layout, wieder gab es ein anderes Logo und trotz reichlicher Warnung von erfahrenen Bloggern fuhren wir uns total fest, beim Thema Layout&Design. So vergingen geschlagene 5,5Monate obwohl wir um diese „Gefahr“ wussten und sie auf jeden Fall umgehen wollten. Alltag und Schwermut zog ein und wie viele andere die einen Blog starten , drohte auch unserer in der Unbedeutendheit des Entwurf-Ordners zu versinken.

 

Aber warum haben wir nicht einfach angefangen? Warum nichts online gestellt?

Tja- so ist das mit dem inneren Schweinehund. Ein Blog läuft nicht von heute auf morgen. Es bedeutet konsequent und diszipliniert zu arbeiten. Etwas, dass uns nicht immer ganz leicht fällt. Auch wir haben die jährlichen „guten Vorsätze“, die nach absehbarer Zeit wieder eingeschlafen sind. Vorgeschobene Gründe,- wie stressige Arbeitszeit, zu gutes- oder zu schlechtes Wetter, allgemein zu viel um die Ohren. Alles Ausreden die wohl jedem bekannt sein dürften, um möglichst lange um die Startfahne eines Projektes herumtänzeln zu dürfen. Oftmals bleibt es auch nur beim tanzen.

Jetzt mal ganz im Vertrauen- im Grunde ist es ganz einfach. Es war nicht der innere Schweinehund, denn Motivation und Engagement hatten wir reichlich. Es lag auch nicht an mangelnder Zeit. Davon hatten wir ebenfalls genug.

WIR HATTEN EINFACH ANGST!

 

Angst davor, dass wir einen Blog starten – den keiner lesen will, dass unsere Artikel schlecht sind. Aber auch Angst davor, für eine Arbeit in die man viel Zeit und Herzblut steckt kritisiert zu werden. Wir haben uns selbst manipuliert und mit fadenscheinigen Ausreden davon überzeugt heute noch nicht online gehen zu können. Tag um Tag. Ok so ein Anfang als kompletter Neuling ist auch nicht ganz so easy.  Schließlich ist ein Artikel über persönliche Erlebnisse und Gefühle nichts anderes als ein geistiger Striptease vor der ganzen Welt. Natürlich sehen auch wir konstruktive Kritik als Chance daran zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Ganz einfach ein Feedback mit Tipps verschiedener Leute, was noch besser hätte laufen können. Aber mal ehrlich. Viele im Netz abgegebene Kommentare haben nichts mehr mit hilfreicher Kritik zu tun. In Zeiten von Shitstorms und Hass-Spam, fällt es uns doch allen immer schwerer den Mut zusammen zu nehmen und einfach im wahrsten Sinne des Wortes drauf zu schei... hey,wir sind erwachsen SCHEIßEN !

 

Blog starten - Kritik

 

Also den Kopf voran rein ins kühle Nass und hoffen, dass der Tümpel tief genug ist um nicht gleich auf Grund zu stoßen. Naja nicht ganz. Der Sprung ins kalte Wasser als Blogger, läuft bei uns also eher in kleinen Hüpfern ab. Wöchentlich gehen wir ein Stück weiter und fordern uns immer neu heraus. Erst der große Zeh, dann der Fuß usw. Aktuell stehen wir irgendwo Hüfthoch und jede neue Welle klatscht uns neue Wassermengen ins Gesicht, die wir erst einmal verarbeiten müssen.

Aus diesem Grund wollten wir unbedingt einen groben Fahrplan. Eine Strategie nach der wir Punkt für Punkt abarbeiten können, wie wir unseren Blog starten wollen.

Statt einfach los zu ziehen und parallel einen Blog aufzubauen, haben wir uns gezielt dazu entschieden einige Monate früher anzufangen. Uns Zeit zu nehmen, um einen neuen Alltag zu finden und all den neuen Input zu verarbeiten, bevor wir wie aufgeschreckte Hühner durch die Welt rennen und versuchen irgendwen davon zu berichten.

 

Social Media als Hauptfach

Wie 1Milliarde anderer Menschen auf diesem Planeten waren wir natürlich schon längst auf Facebook unterwegs. Schön eingepackt in all den vorhandenen Privatsphäreneinstellungen, um uns ausschließlich mit Freunden und Bekannten zu umgeben. Ein schützender Kokon, der einem das Gefühl von Sicherheit und klar abgegrenzter Komfortzone vermitteln sollte.

Da wir überhaupt nichts von Avatarblogs halten, war uns aber auch von Anfang an klar, dass wir auf keinen Fall unter einem Pseudonym schreiben würden. Du sollst wissen wer wir sind und was uns antreibt. Das unsere Reiseberichte auch wirklich unseren Erlebnissen entsprechen und keine fiktiven Hirngespinste sind. Nah, zugänglich und persönlich. Quasi fast live dabei – das ist unser Anspruch an uns, für dich.

 

Blog starten - wir

 

Daher auf´s Neue, raus aus der schützenden Zone. Rein ins kalte Wasser der Öffentlichkeit, wo jeder Himbel Bimel zu jeder Tageszeit auf deinem Account rumspringen kann.

Aber bei Facebook hört die Welt des Social Media Programms natürlich nicht auf. Wie Pilze sind in den letzten Jahren etliche Plattformen aus der Erde geschossen, bei denen wir oftmals behauptet hatten, wir würden so einen Blödsinn nie im Leben brauchen. Ehrlich gesagt, wir haben uns zuvor auch nicht wirklich mit ihnen auseinander gesetzt und teilweise nicht mal von ihnen gehört. Aber bloggen ohne Social Media Präsenz kannst du gleich vergessen.

 

Also weiter ins Licht der Öffentlichkeit. Noch mehr Profile, noch mehr Kanäle.

Wir sind keine 60, aber mal Hand aufs Herz- den Startschuss für all diese verschiedenen Möglichkeiten jeden Firlefanz mit anderen auf der Welt zu teilen, haben doch alle aktuell über 25-jährigen total überhört. Wo waren wir in dieser Zeit- haben wir da echt alle gepennt?

 

Blog starten - Social Media

 

Die verpasste Zeit wurde durch Intensiv-Nachhilfestunden rein gearbeitet, mit Hilfe der besten Lehrkraft die in diesem Bereich zu finden ist. Ein schwer pubertierender Teenager mit Hang zu eiskalten Sarkasmus, verkörpert in Pias 11 Jahre jüngeren Schwester.

Sehr zu ihrer Belustigung beitragend, versuchte sie uns die Welt von Instagram, Twitter, Pinterest, YouTube Podcasts, Snapchat & Tumblr etwas näher zu bringen. Mit all den Hashtags, Likes, <3, Followern, Abonennten und Strategien in diesem Universum irgendwie zu überleben.

Bis heute findest du uns gerade mal auf Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter. Wobei die letzten beiden Profile noch sehr in den Kinderschuhen stecken. Wir sind halt irgendwie, gerade so angemeldet und versuchen diese neue Aufgabe in unsere Alltag zu integrieren. Mit wechselndem Erfolg.

Alles auf einmal hätte mindestens 2Monate Urlaub bedeutet. Wann schlafen, essen und duschen diese Teenies eigentlich, wenn sie es schaffen überall gleich präsent zu sein??

 

Egal, wir bewegen uns langsam einen Schritt nach dem Anderen raus aus der Anonymität. Verbreiten unsere Message und den Wunsch, dich auf unseren Reisen mit zu nehmen. Dir selbst Inspiration und Ansporn zu sein, die Welt zu sehen. Am besten mit einem Partner an deiner Seite, der dir Heimat und Stütze auf der ganzen Welt geben kann. Es ist ein Irrglaube, dass nur Solo-Reisen das einzig Wahre ist. Reisen zu Zweit rockt und zwar richtig! Also Rucksack packen, fertig, LOS!

 

Wir freuen uns schon drauf irgendwo mit dir/euch einen Cocktail zu schlürfen

Natürlich haben wir immer noch einen ganzen Stapel an Angst-Aufgaben zu bewältigen, aber durch die ersten Erfolge schrecken uns diese nicht mehr so sehr ab. Hey wir haben heute tatsächlich unser HTML&CSS Buch erhalten. Ein Schriftstück vor dem wir mehr Panik haben, als vor jeder Spinne, aber trotzdem ist es jetzt in unserer kleinen Wohnung eingezogen und liegt sogar auf dem Nachttisch. (Joachim solltest du diese Zeilen jemals lesen- fall bitte nicht vom Stuhl vor Lachen!)

 

Blog starten - Cocktail

 

Trotz all dem Bammel und Selbstzweifel, den jeder vor Neuanfängen hat, haben wir bislang keinen Grund es zu bereuen. Ja es sind viele Wellen die uns immer wieder zurück an den Strand spülen und es uns nicht ganz einfach machen, uns selbst dabei zu managen. Wir orientieren uns wenn möglich an den Leuten die es bereits geschafft haben und freuen uns über jeden kleinen Meilenstein. Erst vor ein paar Stunden haben wir unseren 200sten Leser auf Facebook gefeiert und natürlich wie ein Schnitzel darüber gefreut. Noch vor ein paar Wochen haben wir von dieser Zahl geträumt. Tadaaaaa!

Angst vor manchen Dingen, ist voll ok aber es soll dich nicht stoppen! Fang an deine Aufgaben abzuarbeiten. Du wirst sehen, irgendwie wird der überbleibende Rest auch automatisch kleiner! Lass nie zu das Selbstzweifel und eingeredete Ängste es schaffen, dich von Wünschen und Träumen abzuhalten. Mach es trotzdem, beziehungsweise erst recht!

 

Wir wollten unbedingt einen Blog starten , hatten vor unserem Launch total schiss, aber haben es trotzdem gemacht. Haben natürlich bislang nichts bereut, außer so lange gewartet zu haben. 🙂

 

Ertappst du dich auch immer wieder bei Ausreden, um gerade heute nicht voll durch zu starten??

Wovor hast du am meisten Angst? Was hält dich bislang zurück?

 

Geht es dir wie uns ( zu viele Selbstzweifel, um den eigenen Blog starten zu lassen?) , oder hast du in ganz anderen Bereichen die größten Schwierigkeiten?

Schilder uns doch deine Wellen, die dich immer wieder ein paar Schritte zurück spülen, in den Kommentaren.

Gemeinsam können wir uns während der ersten Schritte motivieren und beim durchhalten unterstützen.

 

Oder hast du es bereits geschafft und wertvolle Tipps für uns? Dann BITTE, BITTE her damit, wir sind für jeden Ratschlag dankbar!

 

Bis hoffentlich ganz bald auf einen Cocktail!

be different – be yourself

Pia&Cris

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.